Texte

zu den Arbeiten


Running away is easy, it’s the leaving that’s hard (2025)


Mauricio & Pi, 2025, Video, 60 min, HD, 16:9, Farbe, Stereo


Mauricio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy begleiteten sich  in ihre jeweiligen Heimatorte – Filderstadt in Baden- Württemberg und Châlons-en-Champagne in Frankreich. 
Welche Erfahrungen und Hoffnungen motivieren queere Personen dazu, Heimatorte zu verlassen? Welche Spuren haben die Abschiede hinterlassen und wie haben sich die Orte aus der Erinnerung verändert? Welche Bedeutung kommt der Flucht vom Land in die Stadt zu, wenn beide auf ihre Biografien seither blicken? 
Die beiden Künstler besuchen die „Orte des Nicht-Abschieds“ – typische Orte für Jugendjahre in Dörfern und in Kleinstädten – Bolzplätze, Dorfbrunnen, Feldwege und Landstraßen. 
In den Aufnahmen scheinbar endloser Sommertage flirrt die Luft und die leeren, ereignislosen Orten füllen sich mit alten und neuen Erinnerungen, uneingelösten Erwartungen und möglichen Wiederaneignungen fast vergessener Zuschreibungen, Verletzungen und Hoffnungen.
Sie kehren zurück, um erneut zu gehen – dieses Mal nicht fluchtartig, sondern mit einem bewussten Abschied. 


DAISY CARESS PANSY SUCCESS (2024)


Mauricio & Pi, 07 mins, HD, 16:9, Farbe, Stereo

In der Videoarbeit nehmen wir das Thema der Ausstellung (couple goals) zu dem Inhalt unseres Videos. Wie haben wir uns kennengelernt? Welche Rolle spielt die Kunst in unserer Beziehung? Und: wir wollen die Chance nutzen, eine queere Liebe zu erzählen und ihr Raum zu geben. Etwas, was uns früher vielleicht (auch in unseren anderen Beziehungen) nicht möglich war. Vielleicht können wir es auch heute noch nicht. Aber durch ein autofiktionales Video kommen wir der Sache schon näher.


Ok Tannhäuser (2023)


Performer, Videokünstler und Co-Regie

Die queere TikTok- Oper OK Tannhäuser!  – eine digital-analoge Auseinandersetzung mit Opernnarrativen, Männlichkeitsbildern und heteronormativen Liebes- und Lebensmodellen. 
Das Projekt startete 2022 auf TikTok, feierte anschließend in einem Hybridformat zwischen
Performance, Konzert und digitaler Aufführung Premiere im Konzerthaus Berlin und wurde 2023 in
einer erweiterten Fassung beim PODIUM Festival auf der Württembergische Landesbühne Esslingen gezeigt.