running away is easy its the leaving that’s hard (film)
als duoabout
In seinen Arbeiten interessieren ihn autorische Formen, performative Strukturen und die Übersetzung biografischer und gesellschaftlicher Themen in theatrale und filmische Räume.
Er studierte zunächst Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und anschließend Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Von 2018 bis 2021 war er festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater.
Nach seiner Zeit im Ensemble wandte er sich verstärkt der Regie und der Bildenden Kunst zu und studierte Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Prof. Julian Rosefeldt. Seine künstlerische Praxis umfasst Theaterarbeiten, Film- und Videoarbeiten sowie freie Projekte.
Mit seinem Partner Pierre-Yves Delannoy bildet er das Künslterduo Mauricio & Pi.
ausstellungen (auswahl)
RUNNING AWAY IS EASY, IT’S THE LEAVING THAT’S HARD – VOM KINDSEIN UND LOSLASSEN
23.11.2025 – 15.02.2026
Kunsthaus Kaufbeuren (DE)
ZUSAMMEN ARBEITEN
27.07.25-09.09.25
Haus der Kunst (de)
J’ÉPOUSERAI LA PLUIE ET LE VENT
31.10. - 15.11.2024
AkademieGalerie, Munich (de)
COUPLE GOALS
11.05. - 16.07.2023
space n.n., Munich (de)
LASSITUDE
20.03. - 19.04.2023
Goethe Institut, Paris (fr)
daisy paress pansy success (ausstellung)
als duo
running away is easy, it’s the leaving that’s hard (ausstellung)
als duo
Texte
Running away is easy, it’s the leaving that’s hard (2025)
Mauricio Hölzemann & Pierre-Yves Delannoy, 2025, Video, 60 min, HD, 16:9, Farbe, Stereo
In ihrer Videoarbeit thematisieren Mauricio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy den Abschied von ländlichen Heimatorten.
Die beiden Künstler sind ein Liebespaar und arbeiten neben ihrer jeweils eigenen Praxis auch künstlerisch zusammen.
In ihren gemeinsamen Projekten beschäftigen sie sich mit Fragen nach Zugehörigkeit und Identität – ausgehend von den eigenen Erfahrungen miteinander und mit anderen.
Ihre Arbeiten nähern sich diesen Themen direkt und humorvoll, manchmal authentisch, manchmal fiktional. Unmittelbare Affekte und spontane Aussagen werden im nächsten Moment aus dem Off kommentiert, relativiert oder in der folgenden Einstellung ironisch gebrochen.
Für "Running away is easy, it’s the leaving that’s hard" begleiteten sich Mauricio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy in ihre jeweiligen Heimatorte – Filderstadt in Baden- Württemberg und Châlons-en-Champagne in Frankreich. Welche Erfahrungen und Hoffnungen motivieren queere Personen dazu, Heimatorte zu verlassen? Welche Spuren haben die Abschiede hinterlassen und wie haben sich die Orte aus der Erinnerung verändert? Welche Bedeutung kommt der Flucht vom Land in die Stadt zu, wenn beide auf ihre Biografien seither blicken? Die beiden Künstler besuchen die „Orte des Nicht-Abschieds“ – typische Orte für Jugendjahre in Dörfern und in Kleinstädten – Bolzplätze, Dorfbrunnen,Feldwege und Landstraßen.
In den Aufnahmen scheinbar endloser Sommertage flirrt die Luft und die leeren, ereignislosen Orten füllen sich mit alten und neuen Erinnerungen, uneingelösten Erwartungen und möglichen Wiederaneignungen fast vergessener Zuschreibungen, Verletzungen und Hoffnungen.
Sie kehren zurück, um erneut zu gehen – dieses Mal nicht fluchtartig, sondern mit einem bewussten Abschied.
Weglaufen ist einfach.
Es ist der Abschied, der schwer ist.